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Die Biographie  in aller Kürze

 

Lucian Caligo, 1985 in München geboren, gehört zu den neuen aufstrebenden Selfpublishern. Nach seiner Schulzeit stolperte er in eine Bauzeichnerlehre, von der er sich zur Krankenpflege weiterhangelte. Fantastische und vor allem düstere Geschichten zu ersinnen, war in dieser Zeit nicht mehr als eine heimliche Leidenschaft. Erst im November 2014 beschloss er all seine Bedenken, wegen seiner Legasthenie und tausend anderen Gründen, über Bord zu werfen und seine Werke zu veröffentlichen.

 

 

 

 

Die etwas persönlichere Biographie

Geburt und Kindheit

Geboren bin ich in München, aufgewachsen in Emmering einem Dorf auf seinem Weg zur Kleinstadt, in der Nähe von Fürstenfeldbruck.
  Bereits in jungen Jahren zeigte sich mein Hang, Geschichten zu erzählen. So erinnert sich mein Vater: Als er einen meiner Kindheitsfreunde fragte, warum er so gerne mit mir spiele, habe dieser geantwortet: »Weil er so eine tolle Fantasie hat.«


Erste Schreibversuche


In Aufsätzen zeichnete sich schon früh meine Vorliebe für fantastische Geschichten ab. So ersann ich »absurde« Erzählungen, mit denen meine Lehrer nicht umgehen konnten. Dazu kam, dass ich den gesteckten Rahmen in Sachen Zeilen, bzw. Seiten meist überschritt.
  Da auch die Rechtschreibung nicht gelingen wollte, riet man mir dazu, mich kürzer zu fassen und Bodenständigeres zu schreiben.
  So verlegte ich eine Zeit meines Schreibens auf Gedichte. Diese waren meist von Melancholie getragen und fanden daher kaum anklang, weil meine »Leserschaft« etwas fröhlicheres lesen wollte.
  Mit vierzehn Jahren versuchte ich mich an meinem ersten Buch. Dabei griff ich die Artus-Sage auf. Ohne das ich etwas Genaues darüber wusste, ich hatte zu dieser Zeit nur einen alten Film gesehen. In dieser Geschichte sollte König Artus sein Schwert Excalibur von einem magisch begabten Krieger gestohlen werden, und im Laufe des Buches von einem linkshändigen Recken ohne Rang und Namen zurückbeschafft werden. Bei dem Text kam ich über etwa fünfzig handgeschriebene Seiten. Bis ich den Fehler beging meiner Mutter davon zu erzählen, die darauf meinte, man dürfe doch nicht einfach eine historische Geschichte umschreiben.
Also verwarf ich diesen Text und damit auch den Wunsch, Schriftsteller zu werden.


Eine Legasthenie von der ich nichts wusste


Bei meiner Liebe für das geschriebene Wort, hasste ich dieses auch, weil es mir nie gelange die Rechtschreibung korrekt umzusetzen. Eine unheimliche Sache, denn ich wusste oft nicht »b« von »d« zu unterscheiden. Neben Verdrehungen von Buchstaben oder deren völlige Auslassung hatte ich auch mit solchen banalen Wörter wie »hat« und »hatte« zu kämpfen. Weder konnte ich mir merken mit wie vielen »t« diese Worte geschrieben wurde, noch warum mit einem und ein anderes Mal mit zweien. In Diktaten hatte ich immer eine Fehlerzahl von fünfzig oder höher. Dem Folgefehler »verweigerte« ich mich, indem ich jedes Wort in einem Text auf viele unterschiedliche Arten falsch schrieb.
  Das führte mich zu einer Psychologin, die eine Diagnose stellen und mit der ich die Rechtschreibung üben sollte. Mit meinen neun Jahren begriff ich noch nicht, was dort vorging. Rückblickend hat mir auch nie jemand gesagt, dass es so etwas wie eine Legasthenie gibt. Mich in meiner Freizeit dann auch noch mit einem Schulthema wie der Rechtschreibung zu befassen ging mir nicht ein. Deshalb führte dies auch zu Nichts, bis auf ein paar interessante Erkenntnisse über meine Psyche und meine Familienverhältnisse. Deren Bedeutung sollte mir erst viel später klar werden, was ich aber als zu persönlich erachte, als dies hier nieder zu schreiben.
So verbrachte ich meine Schulzeit mit einer grottenschlechten Rechtschreibung und saß selbst dem Irrtum der Allgemeinheit auf, Menschen mit einer schlechten Rechtschreibung für geistig unterentwickelt zu halten.
In einem Abschlussjahr erkrankte meine Lehrerin an Krebs, weshalb wir viele Vertretungslehrer bekamen. Die Lehrerin in Deutsch sah mein erstes Diktat und wusste sofort, was los war. »Du bist doch Legastheniker!«, diagnostizierte sie. »Da kannst du dir doch ein Gutachten erstellen lassen, damit deine Rechtschreibung nicht gewertet wird.«
  Also pochte ich bei meinen Eltern darauf. Und siehe da, der Grund für meine Rechtschreibschwäche war gefunden. Pünktlich zur Abschlussprüfung besaß ich besagtes Gutachten. Mein Vater erinnert sich an den Tag, an dem mir dieses ausgestellt wurde. Ich soll völlig überrascht gesagt haben: »Papa, ich bin ja gar nicht dumm.«
Dies stellte auch der Schulrektor fest, als er uns die Zeugnisse überreichte, sagte er: »Deine Abschlussarbeit hat uns am meisten überrascht.« Der Grund lag wohl darin, dass ich als einer der Wenigen in der Klasse meinen Jahresdurchschnitt der Noten in der Abschlussarbeit gehoben hatte.

 


Eine Berufsausbildung mit Selbstfindung


Nach dem Abschluss wusste ich nicht, was ich werden wollte. Da mir mein Lehrer im technischen Zeichnen ein gewisses Talent unterstellte, riet er mir in ein Ingenieurbüro zu gehen. So landete ich einem kleinen Statikbüro als Bauzeichner-Azubi. Bis zu dem Bewerbungsgespräch wusste ich nicht, was ein Bauzeichner macht. Da ich allerdings viel zu früh dran war, hatte ich noch ein erhellendes Gespräch mit der Sekretärin. Sie erkannte diesen Wissensmangel und erweiterte meinen Horizont dahingehend, dass ich eine fast perfekte Definition besaß, als ich zum Bewerbungsgespräch gerufen wurde. Im Nachhinein war dies mein Glück, den ich bekam die Stelle, als einer von vielen Mitbewerbern. Mit dem Beruf wurde ich allerdings niemals warm, es ist meinen tollen Kollegen geschuldet, das ich die Ausbildung nicht abbrach.
  Nachdem ich einen Arbeitsweg von zwei Stunden täglich hatte, begann ich wieder zu lesen und verschlang ein Buch nach dem anderen. Dabei wurde mir ins Gedächtnis gerufen, das die Schriftstellerei meine Leidenschaft ist.
Gegen Ende der Ausbildung hatte ich ein gutes Persönlichkeitszeugnis, miese Noten und mein erstes Buch, mit knapp hundertzwanzig Manuskriptseiten.
  Als Bauzeichner fand ich keine Stelle, was ich auch nicht wollte. Ich schickte mein erstes Skript an viele Verlage, von denen ich teils nichts mehr hört, teils eine Absage erhielt. Meine Mutter hatte mir damals schon von diesem Schritt abgeraten, da »es so viele Versuchen, bei einem Verlag unterzukommen, und es kaum einem gelingt«. Irrwitzigerweise war sie es, die mich auf bod.de (Books on Demand) aufmerksam machte, wo ich 2008 mein erstes Buch verlegte.
  Da ich aber immer noch einen Job benötigte, entschied ich mich für ein soziales Jahr. Dort erklärte ich immer, dass dies nur eine Etappe, auf dem Weg zum Schriftsteller sei.

 


Davon kann man nicht leben


Auch wenn das Schreiben meine Leidenschaft blieb, entschied ich mich, inspiriert von dem sozialen Jahr, für eine Lehre zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Darüber verlor ich meine Leidenschaft erneut aus den Augen, neben einigen kleinen Schreibprojekten, und einem einzigen weiteren Buch, brachte ich neben diesem Beruf nicht viel zu Stande. Es ist sehr schwer, kreativ zu sein, wenn man fast täglich völlig erschlagen von der Arbeit kommt.
  Als ich eine Weiterbildung zur Palliativ Pflegekraft anstrebte, zwang mich dieser »Kurs«, mich noch einmal mit dem »Kurs« meines Lebens auseinanderzusetzen und eine der bedeutendsten Fragen zu stellen: Was ist wirklich wichtig?
  Der Tod war immer schon ein faszinierendes Thema für mich, aber in dieser Weiterbildung wurde meine Auseinandersetzung von außen bestimmt. Es oblag also nicht mehr mir, wie viel ich mir zumuten wollte. So hatte ich bis dato bereits theoretisch begriffen, dass der Tod alle Nichtigkeiten des Lebens beiseite wischt und es notwendig macht ein erfülltes Leben anzustreben, anstatt eines Zweckmäßigen. Auf dem Nährboden des Leides meines Arbeitsumfeldes, gedüngt von dem Palliativkurs, wuchs dieser Keim zur Pflanze und trug die ersten Früchte. Ich kündigte, zur Überraschung aller (besonders zu meiner eigenen), meinen Job und verlegte meine Aktivitäten auf das Schreiben.



Wie ist es denn heute?


Heute arbeite ich noch im Krankenhaus auf einer Fünfzigprozentstelle, ich bin in den Nachtdienst gewechselt, da sich, damit die Anzahl der Arbeitstage (bzw. Nächte) im Monat nochmal, gegenüber des Tagdienstes, verringert. Damit kann ich gerade so meinen Lebensunterhalt bestreiten. Meine Verlobte unterstützt und bejaht diese Unternehmung. Ohne sie wäre die Schriftstellerei nur mit einem Leben in Askese möglich.
  Jetzt verwende ich meine Energie darauf, zu schreiben. Gemeinsam mit meiner großen Liebe überwinde ich dabei so manches Hindernis ...